Luzerner Theater, «Neue Formen» – die Spielzeit 18/19 wartet mit zahlreichen Experimenten auf

Intendant Benedikt von Peter Luzerner Theater Foto Vanessa Puentener

Intendant Benedikt von Peter hat am Dienstagvormittag in der Box des LT gemeinsam mit den Künstlerischen Leiterinnen das Programm der Spielzeit 18/19 mit dem Thema «Neue Formen» vorgestellt.

Das Theater Luzern widmet sich in der kommenden Spielzeit ganz dem Thema «Neue Formen»: Spezielle Lesarten, eigenwillige Handschriften und mutige Positionen. Intendant Benedikt von Peter und sein Team sehen sich ermutigt, diesen Weg zu verfolgen, da sie die Luzernerinnen und Luzerner als neugieriges Publikum erleben.

Gestartet wird die Saison gemeinsam mit dem 21st Century Orchestra am 7. September mit einer spartenübergreifenden Slapstick-Oper von Klaus von Heydenaber «Amt für Todesangelegenheiten». Die Musikinstallation «Kindertotenlieder» unter der Mitwirkung des Soundkünstlers Matthew Herbert komplettiert das Eröffnungswochenende mit einem weiteren Opernexperiment.

Neue Formen – neues Team

Künstlerische Leitung Luzerner Theater Foto Vanessa Puentener

Das Thema «Neue Formen» wird auch von neuen Menschen am Luzerner Theater geprägt. Johanna Wall kommt von der komischen Oper Berlin und wird Operndirektorin. Für sie ist das LT eine schillernde Spieldose, in welcher die Produktionen durch ihre räumliche Nähe und Intimität eine grosse Qualität bekommen. Sandra Küpper ist die neue Künstlerische Leiterin des Schauspiels und kommt vom Hamburger Thalia Theater. Sie bringt international agierende Gruppen mit dem lokalen Ensemble zusammen und wünscht sich, im besten Fall ein Künstlerhaus zu sein, in dem die Kreativität an höchster Stelle steht und es Raum für Innovatives gibt. Sibylle Grüter und Jacqueline Surer leiten ab der kommenden Spielzeit das Figurentheater und beleben so die vierte Sparte des LT. Kathleen McNurney, die Künstlerische Leiterin Tanz, welche ihren Vertrag bis 20/21 verlängert hat, freut sich auf die Jubiläumsgala im Mai, ihr ganz persönliches Highlight. Sie feiert 10 Jahre «Tanz Luzerner Theater» mit «Crescendo!» Das Ensemble zeigt darin Ausschnitte aus den beliebtesten Produktionen der letzten 10 Jahre, gemischt mit Filmclips aus dem Archiv.

Auch der Musikdirektor Clemens Heil hat seinen Vertrag bis 20/21 verlängert und setzt mit der Wiederaufnahme von «La Traviata» entscheidende musikalische Akzente.

Einzigartige regionale Anbindung

Luzerner Theater Foto Vanessa Puentener

Die Spielzeit 18/19 wartet mit zahlreichen Highlights auf. Die Luzerner Sopranistin Regula Mühlemann wird als Juliette in Charles Gounods Oper «Roméo et Juliette» zu hören sein. Sie singt ihre erste Juliette in der Stadt, in der sie lebt und aufgewachsen ist, und auf der Bühne, auf der sie ihr erstes Profi-Engagement hatte. Für Benedikt von Peter ein absoluter Glücksfall: Kunst auf höchstem Niveau mit einer einzigartigen regionalen Anbindung.

In der Box und auf der Bühne werden die Produktionen «Schuld» und «Sühne» in der Inszenierung von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo ganz im Sinne des Raumtheaters gleichzeitig gezeigt. In «Biedermann und die Brandstifter» werden gar Luzerner Wohnungen geentert. «Cybercity» wird als Folgeproduktion von «No Future Forever» in der Viscosistadt erarbeitet und das diesjährige Kinderstück «Grosse Bären weinen auch» von Miet Warlop wird eine bunte Mischung aus Theater und bildender Kunst. Mit «Tanz 30: Orfeo ed Euridice» wird C.W. Glucks Oper als Ballett zusammen mit dem LSO in einer Choreographie von Marcos Morau uraufgeführt. In Zusammenarbeit mit dem B-Sides Festival beschwört das LT in «Zappa on the Hill» mit Musikern der Band «Faber» den unsterblichen Geist Frank Zappas.

Benedikt von Peters erachtet es als persönliches Highlight, wiederum die Möglichkeit zu haben, mit verschiedenen Kulturpartner vor Ort zusammenzuarbeiten. So etwas werde nur in wenigen Städten Wirklichkeit, sei aber auf dem Kulturplatz Luzern möglich. Diese Zusammenarbeiten schaffen vor allem eins: «Neue Formen» für das Theater. Die Begeisterung Benedikt von Peters und seines Teams für die kommende Spielzeit des LT war deutlich spürbar an der Medienorientierung und wirkte ansteckend.

 

Fotos: luzernertheater.ch

Veröffentlicht auf: innerschweizonline.ch

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Fotos: luzernertheater.ch

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