Luzerner Theater, Dancemakers Series #5, veröffentlicht auf www.innerschweizonline.ch und www.bochumer-zeitung.net

Dancemakers5 Header

In den jährlich stattfindenden «Dancemakers Series» gestalten die Tänzerinnen und Tänzer des Luzerner Tanzensembles «Tanz Luzerner Theater» das Programm selber. Dabei entstehen kleine Kostbarkeiten, Geschichten, welche so unterschiedlich sind wie die Tänzer selber.

 

Dancemakers Series #5, ist, wenn im Bus zum Südpol Tänzer zusteigen, wenn an der Bar einer der Choreografen zusammen mit der Company Managerin Lucie Machan Getränke ausschenkt und die künstlerische Leiterin Kathleen McNurney die Besucher persönlich begrüsst. Dieses Familiäre, das Mitten-drin-sein, welches bereits vor der Vorstellung beginnt, zieht sich durch den ganzen Abend. Einerseits sitzt das Publikum im Sous-Sol des Südpol nahe an der Bühne und erlebt die Tänzerinnen und Tänzer hautnah, andererseits zeigen diese ihre eigenen Choreografien, mal bedrohlich, mal berührend, mal poetisch, alle ganz unterschiedlich, alle sehr persönlich. In «Cold Comfort» von Myronne Rietbergen scheinen sich die Protagonisten in Annäherungen zu versuchen, in einem Miteinander, das aber irgendwie nicht klappen will und mehr in ein Kräftemessen übergeht. In «me.Me.ME!» kokettieren Ana Portela und Giacomo Severini in seltsam verdrehten Posen, versunken in Betrachtungen über sich selber. «Schlusswort» von Ihsan Rustem zeigt einmal mehr das grosse Können des Ensembles; da sind sie wieder, diese poetisch verspielten Pas-de-deux, die fliessenden Bewegungen, das Ineinander, die Leichtigkeit, die konzentrierte Energie, die immer wieder faszinieren. «Back of mind» von Davidson Farias spielt mit Bildern und einer Wand, die diese Bilder immer wieder zu verschieben scheint, «No surprise» von Luca Signoretti ist verspielt, witzig, unterhaltsam, beinahe clownesk.

KleineFotodiashow von Ingo Höhn über diesen Link: http://fotogalerien.wordpress.com/2014/06/10/fotodiashow-dancemakers-series-5-luzerner-theater-11-juni-2014/

Ein sich auflösender Alltag vielleicht, Szenen einer Ehe wo man sich am Ende wünscht, dass die zwei es irgendwie schaffen, sich zusammen zu raufen. «La Fine che Resta» von Eva Calanni, eine Geschichte in schwarzweiss, dramatische Szenen zu einer tickenden Uhr, die Effekte unterstrichen mit Licht. Als «Sahnehäubchen» sozusagen dann «Sugar» von Deniz Falcon, Tanz zu Text, verspielt, skurril, eine schräge Geschichte und ein Abschluss eines höchst spannenden, vergnüglichen, unterhaltsamen Abends, der das Publikum mit einem Lachen zurücklässt. Und man findet sich wieder auf dem gemeinsamen Heimweg im Bus mit Tänzerinnen und Tänzern, der künstlerischen Leitung und der Melodie von «Chariot of fires», die einen nicht loslassen will.

Dancemakes 5, familiär, speziell, farbig, lebendig, überraschend, erfrischend, genau wie das Luzerner Tanz Ensemble eben.

Alle Fotos: www.luzernertheater.ch Ingo Höhn http://dphoto.ch

www.innerschweizonline.ch

www.bochumer-zeitung.net 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s